Vater Bohdan

Heute ist Dienstag, der 27. Oktober. Es ist der zweiundzwanzigste Sonntag nach Pfingsten, und die Kirche liest die Worte des Herrn, dass ihm nachzufolgen heißt, täglich sein Kreuz auf sich zu nehmen. Er spricht dabei nicht von großen Heldentaten, sondern von etwas Einfachem: die Wahrheit zu sagen statt einer bequemen Lüge, dem zu vergeben, der uns verletzt hat, und nicht achtlos an fremdem Leid vorbeizugehen. Heute gedenkt die Kirche des heiligen Königs Kaleb. Er regierte das Reich von Aksum in Afrika etwa von 514 bis 530, und unter ihm erreichte dieses christliche Land, das mit Byzanz befreundet war, den Höhepunkt seiner Macht. Die Herrschaft war groß, und groß war auch die Verantwortung für die Menschen. Ich denke, er musste sich jeden Tag entscheiden, was wichtiger ist: der eigene Vorteil oder die Seelen der Lebenden, die neben ihm stehen. Liebe Freunde, möge dieser Tag euch stille Freude und die Kraft schenken, euer Kreuz ohne Angst zu tragen. Der Herr segne euch und behüte euch auf allen euren Wegen. In Liebe, Pater Bohdan.

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