Heute erklingt im Evangelium die Erzählung von der Frau, die mit kostbarem Salböl zu Jesus in das Haus des Pharisäers kam. Sie weinte zu seinen Füßen, trocknete sie mit ihren Haaren, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. Der Pharisäer aber sah es und dachte bei sich: Wäre er ein Prophet, so wüsste er, wer und was für eine Frau ihn berührt. Doch der Herr sah nicht die Sünde, sondern ihre Liebe, und sprach: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt. Die heilige Laura von Córdoba lebte im 9. Jahrhundert und war Äbtissin. Über ihr Leben wissen wir wenig, doch ihr Einsatz selbst zeugt von stiller Treue und einer Liebe, die das Ihre nicht sucht. Sie führte die Schwestern zu Gott, und ihre Heiligkeit war, wie die Liebe der Frau im Evangelium, kostbarer als jedes Salböl. Auch unser Herz soll sich, wie jene Frau, nicht scheuen, dem Herrn seine Liebe zu bringen, selbst wenn sie manchem unpassend erscheint. Der Segen Gottes sei mit euch an diesem Tag, und der Friede Christi stärke euch auf allen Wegen.
